Ihre Domain steht auf Visitenkarten, wird am Telefon laut gesagt und bleibt Ihnen Jahre erhalten. Die meisten schlechten Entscheidungen entstehen in fünf Minuten an der Kasse des Registrars. Hier sind die Regeln, die man vorher kennen sollte.
Der Telefontest
Sagen Sie die Domain einmal laut jemandem, der sie nie geschrieben gesehen hat. Kann er sie korrekt eintippen, besteht sie. Dieser eine Test entlarvt fast jede schlechte Idee: kreative Schreibweisen, Bindestriche, Zahlen („4“ statt „for“) und Wörter, die wie andere klingen. Müssen Sie buchstabieren, suchen Sie weiter.
Kürzer schlägt cleverer
Jede zusätzliche Silbe ist eine Tippfehler-Gelegenheit. maple.cafe schlägt ahornstrassenkaffeehaus.de. Bei langem Firmennamen: eine Kurzform für die Domain — der volle Name kann trotzdem auf der Website stehen.
.com, Länderendungen und die neuen
- .com ist immer noch das, was Menschen aus dem Gedächtnis tippen. Wenn frei: nehmen.
- Länderendungen (.de, .at, .ch, .fr) sind ausgezeichnet für Unternehmen mit einem Land als Markt — Einheimische vertrauen ihnen, und sie sind oft frei, wenn die .com es nicht ist.
- Neue Endungen (.shop, .cafe, .studio) sind seriös und zunehmend vertraut. Eine Einschränkung: manche älteren Zielgruppen zögern noch.
Prüfen, bevor Sie sich verlieben
Vor dem Kauf: Suchen Sie den Namen — nutzt ein anderes Unternehmen (besonders Ihrer Branche) schon etwas zum Verwechseln Ähnliches? Ein Markenkonflikt kann später eine teure Umbenennung erzwingen. Werfen Sie auch einen Blick auf Social Media: passende Handles sind ein Bonus, keine Pflicht.
Fehler, die bereut werden
- Die Domain auslaufen lassen. Automatische Verlängerung aktivieren, mit einer Karte, die nicht bald abläuft. Verfallene Domains schnappen sich Wiederverkäufer binnen Stunden.
- Registrierung über das Konto von jemand anderem. Wessen Konto die Domain hält, der kontrolliert sie. Es sollte Ihres sein — nicht das Ihres Designers, nicht das Ihres Neffen.
- Zehn Varianten „zur Sicherheit“ kaufen. Eine gute Domain mit Auto-Verlängerung dient besser als eine Schublade voller Defensivkäufe.
Ist die Wahl getroffen, wird die Domain mit dem Zuhause Ihrer Website verbunden — dieser Teil ist eine Zehn-Minuten-Aufgabe, hier erklärt.